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Bericht Straßenkunsttour

Machs gut Deutschland, hallo Welt. Ein paar unserer Teamer und Teamerinnen sind gerade, für mehrere Monate, auf Straßenkunsttour, hier ein kurzer Bericht

Straßenkunsttour Fahrrad
Bauwagen
Straßenkunsttour Ausrüstung

Grüße aus Wien

Unser erstes großes Ziel ist erreicht: Wir sind in Wien! Die Hauptstadt begrüßt uns mit mehr Autos, als uns lieb ist, und irgendwie scheint das Nachtleben nicht da stattzufinden, wo wir suchen (in einem Viertel ohne Bars eine Bar zu suchen ist vielleicht auch nicht intelligent, aber hey, intelligent zu sein war nicht Teil des Tourvertrags).


In Jakobs WG bleiben wir ein paar Tage und atmen durch, bevor die Donau uns weiterzieht. Wir haben einen Heißhunger nach Kultur - und Wien ist ein wunderbarer Platz dafür, und eine wunderschöne Stadt außerdem. Wir streunen durch die menschenvollen, sonnenheißen Gassen und schauen nachts dem Wetterleuchten zu. Benno lotet bei der Ampeljonglage aus, wie viel "Straße" in "Straßenkunst" möglich ist, indem er vor den wartenden Autos eine Blitzshow präsentiert und kurz vor grün mit dem Zylinder durch die Autoreihen geht. Erfolgreich.

In der Oper wird morgen "La Bohème" gespielt. Und bei uns heute Abend Werwolf.


Der Sommer verfolgt uns übrigens. Die Sonne haben wir im grünen Rucksack (wo sowieso alles Wichtige drin ist, sprich, alles, was essbar ist...) auf Hannahs Rad. Nur ganz selten vergisst mal jemand, sie auszupacken. Und ob wir nun am 1. Mai für die Ü50-Dorfbevölkerung österreichische Volkslieder spielen, abends am Lagerfeuer Bratäpfel essen, uns mit Wildschweinen um den Schlafplatz streiten oder vor Friedels Mini-Wagenburg zum ersten Mal nachtbaden... falls es doch mal regnen sollte, haben wir die Sonne halt im Herzen.

 

 

Machs gut Deutschland, hallo Welt

Die letzten Kilometer in Deutschland liegen vor uns, und dann: Die große weite Welt. Naja, zumindest Österreich. Immerhin wird es schon jetzt immer schwieriger, die Leute zu verstehen. Do sanns halt scho weit weg vun dahoam! 

Wenn jemand aber behauptet, wir müssten auf dieser Tour außer auf Hochdeutsch auf irgendwas verzichten, dann liegt er gründlich falsch. Wir bekommen Brötchen gebracht, Kartoffelsalat und Benzinkocher-Ersatzteile geschenkt, werden zum Frühstück eingeladen (wir haben öfter Kaffee als zu Hause...), schlafen in Hobbykellern oder für drei Nächte in in einem Bauwagen auf dem Wagenplatz. Lagerfeuer und die Sterne leuchten nachts, und tagsüber die Sonne, als wäre Juli und nicht April. Und überall ist Musik.

 

Unsere größten Errungenschaften bisher sind:

- unsere Kocher machen keine Zicken mehr

- die Ukulele hat einen wasserdichten Packsack

- und gerade ist kein Fahrrad kaputt!

Natürlich darf auch ein bisschen Verrücktheit nicht fehlen. Kochen auf dem Spielplatz? Mit Bolivien skypen, um in Passau einen Schlafplatz zu finden? Das Leben ist bunt.

Insofern: Welt, wir kommen! 

 

 

Diesen und weitere Berichte findest du auf http://strassenkunsttour.jimdo.com/

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